Nach der letzten Akkupunktursitzung suche ich die Besprechung bei dem Akkupunkteur, obwohl ich von dem Herrn auch nicht viel halte.
Leider nimmt der dritte in der Gemeinschaftspraxis keine neuen Patienten mehr an.
Der Akkupunteur wirkt unwillig. Raunzt rum. Vermeidet den Blickkontakt. Fragt mich glatt, was ich eigentlich hier wolle….
Ich habe genug Ärger angesammelt für Klartext
Auf so eine Vorlage habe ich innerlich vermutlich gewartet. Sehr direkt und mit spürbarem Ärger antworte ich: Vielleicht einen ernstzunehmenden Behandlungsvorschlag? Das was ich bisher gesehen hätte, sei ja wohl nicht überzeugend.
Er sei doch gar nicht für mich zuständig, jammert er jetzt. Das sei mir ziemlich egal, weil ich seinen Kollegen für einen ausgemachten Dilettanten hielte. Eine Diagnose sei nicht im entferntesten gestellt worden. Da wüßte sogar die junge Onkologin besser Bescheid als sie als Fachleute. Nach allem vermuteten wir, ich immer noch einen Bandscheibenvorfall oder ein Illiosakralsyndrom. Ich sei aber für Vorschläge offen…
Er staunt und will mich wieder zu seinem Kollegen schicken
Er staunt und listet dann auf, das es bei der Vermutung wohl ein MRT bräuchte. Das sollte ich mit meinem behandelnden Arzt besprechen.
Jetzt glühe ich auf: „Wenn das wohl die normale Vorgehensweise sei, dann könne er mir auch gleich die Überweisung fertig machen. Denn eines sei sicher, die beiden würden mich nicht weiter behandeln. Das hätte ich ja wohl schon deutlich formuliert, was ich von seinem Kollegen hielte…“
Als ich gehe, habe ich die Überweisung – und auch gleich einen Termin für das MRT. Keine drei Wochen später, trotz Weihnachtspause. Allerdings morgens um 07:00. Das wird hart. Aber immerhin.